[Themenwoche] Demokratie anpacken!
Handwerkszeug für Demokratiebildung im Betrieb
Demokratie endet nicht am Werkstor. Auch Betriebe sind Orte, an denen Menschen Interessen aushandeln, Konflikte bearbeiten und gemeinsame Entscheidungen treffen. Hier erleben junge Beschäftigte, Auszubildende und Kolleg:innen, ob ihre Stimme gehört wird und wie Beteiligung im Alltag funktioniert.
Für die politische Bildung eröffnet die Arbeitswelt deshalb viele Anknüpfungspunkte. Doch wie lassen sich Themen wie Mitbestimmung, Diskriminierung, gesellschaftliche Vielfalt oder demokratische Betriebskultur in Bildungsangeboten aufgreifen? Welche Methoden funktionieren in heterogenen Gruppen? Und wie können politische Bildner:innen auch mit kontroversen Aussagen und schwierigen Situationen umgehen?
Unter dem Titel „Demokratie anpacken!“ widmet sich unsere diesjährige Themenwoche dem praktischen Handwerkszeug für die Demokratiebildung im Betrieb.
Im Mittelpunkt stehen Materialien und Ansätze, die sich direkt für die Bildungsarbeit nutzen oder an die eigene Zielgruppe anpassen lassen. Wir stellen unter anderem vor:
- erprobte Methoden und Seminarbausteine,
- digitale und analoge Werkzeuge,
- Übungen für Gespräch, Austausch und Perspektivwechsel,
- Konzepte zur Stärkung von Beteiligung und Mitbestimmung,
- Materialien zum Umgang mit Diskriminierung und demokratiefeindlichen Positionen,
- Erfahrungen und Anregungen aus der betrieblichen Bildungspraxis.
Die Beiträge richten sich an politische Bildner:innen, Teamer:innen und Multiplikator:innen, die mit Auszubildenden, jungen Beschäftigten, betrieblichen Interessenvertretungen oder anderen Gruppen aus der Arbeitswelt arbeiten.
Dabei geht es nicht um fertige Patentrezepte. Betriebe unterscheiden sich ebenso wie die Menschen, die dort arbeiten. Gute Demokratiebildung muss deshalb anschlussfähig, flexibel und nah an den konkreten Erfahrungen der Teilnehmenden sein.
Die Themenwoche lädt dazu ein, neue Werkzeuge kennenzulernen, bekannte Methoden weiterzuentwickeln und Demokratie im Betrieb gemeinsam praktisch erfahrbar zu machen. Denn demokratische Betriebskultur entsteht nicht von allein. Sie braucht Wissen, Räume für Austausch und Menschen, die sie aktiv gestalten.
Alle Artikel der Themenwoche im Überblick
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