[TW] „Demokratisches Miteinander - Wie können wir im betrieblichen Alltag demokratische Werte (vor-)leben und fördern? Qualifizierungskonzept für Ausbilder*innen"
Der Betrieb und die Dienststelle sind Orte, wo viele unterschiedliche Menschen täglich aufeinandertreffen. Folglich stellen sich dort Fragen nach dem demokratischen Miteinander: Wie wird miteinander umgegangen? Wer darf mitbestimmen? Wie wird antidemokratischen Haltungen entgegengetreten?
Das Methodenheft „Demokratisches Miteinander - Wie können wir im betrieblichen Alltag demokratische Werte (vor-)leben und fördern? Qualifizierungskonzept für Ausbilder*innen“ möchte Ausbilder*innen dazu befähigen, mit ihren Auszubildenden über Demokratiethemen zu sprechen und eigene demokratiefördernde Projekte in ihrem Ausbildungsbetrieb zu initiieren. Um im Ausbildungskontext als demokratisches Vorbild auftreten zu können, müssen die Ausbilder- *innen eine professionelle demokratische Haltung haben. Diese soll im Qualifizierungsseminar entwickelt bzw. gestärkt werden. Des Weiteren lernen die Ausbilder*innen, demokratiefeindliche Tendenzen zu erkennen, und entwickeln Strategien, um ihre demokratische Position im Gespräch zu verteidigen. Dazu lernen sie die verschiedenen Ebenen von Demokratie kennen und deren Bedeutung in der Ausbildungs- und Arbeitswelt einordnen. Durch kollegialen Austausch profitieren die Ausbilder*innen von den Erfahrungen der anderen Seminarteilnehmenden und erweitern ihre Handlungsstrategien im Umgang mit antidemokratischen Tendenzen. Sie entwickeln kreative Strategien für die Auseinandersetzung mit Auszubildenden, Kolleg*innen und Vorgesetzten.
Auf einen Blick
Name:
„Demokratisches Miteinander - Wie können wir im betrieblichen Alltag demokratische Werte (vor-)leben und fördern? Qualifizierungskonzept für Ausbilder*innen"
Zielgruppe:
Ausbilder*innen
Dauer:
Das Qualifizierungsseminar dauert zweieinhalb Tage. Es wird empfohlen, das Seminar am Vortag des ersten Tages mit einer Begrüßung und der „Escape-Room“-Einheit zu eröffnen. So kann am ersten Seminartag pünktlich gestartet werden. Das Seminar endet am dritten Seminartag nach der Vormittagseinheit.
Einzelne Methoden können auch unabhängig von den vollständigen Abläufen genutzt werden.
Herausgegeben von:
Verein Mach' meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Rassismus e.V.
So funktioniert es
In diesem Qualifizierungsseminar beschäftigen sich die Ausbilder*innen zunächst mit ihrem persönliche Demokratieverständnis und arbeiten Bezugspunkte zu ihrem betrieblichen Arbeitsalltag heraus. Des Weiteren lernen sie Möglichkeiten kennen, Demokratiethemen im Betriebsalltag zu vermitteln. Darüber hinaus erfahren sie am Beispiel von Verschwörungstheorien wie demokratiefeindliche Äußerungen erkannt werden können und was ihnen entgegengesetzt werden kann. In diesem Rahmen entwickeln die Ausbilder*innen eigene Ideen und Konzeptansätze für Demokratieprojekte, die individuell in ihrem Ausbildungsbetrieb umsetzbar sind. Außerdem wird immer wieder Zeit für kollegialen Austausch eingeräumt, bei dem die Ausbilder*innen gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren können.
Den Mittelpunkt bildet der Betzavta-Ansatz des ADAM-Instituts. Hier gehen sie dem Charakter demokratischer Entscheidungsprozesse auf den Grund und diskutieren insbesondere die Herausforderungen, die Mehrheitsentscheidungen mit sich bringen.
Der Gesamtablauf gliedert sich in folgende Elemente, die aus verschiedenen Methoden bestehen, die auch einzeln durchgeführt werden können:
- Demokratieverständnis, u.a. mit:
- Assoziationen zum Begriff Demokratie
- Demokratie-Zitate
- Input „Demokratie lernen im betrieblichen Kontext“
- Gruppenpuzzle
- Betzavta, u.a. mit:
- Mehrheitsentscheide
- Fake & Facts: Verschwörungsdenken – eine Gefahr für die Demokratie?, u.a. mit:
- Fake & Facts: Verschwörungsdenken – eine Gefahr für die Demokratie?
- Positionierungsübung
- Recherche zu Verschwörungstheorien
- Demokratisches Miteinander im Ausbildungsbetrieb, u.a. mit:
- Projekte realistisch entwickeln
Alle Formate werden in übersichtlichen Ablaufplänen dargestellt. Diese enthalten Ziele, Inhalte, Methoden, Zeiten und benötigte Materialien. Teamer:innen können die Konzepte direkt einsetzen oder an ihre Gruppen anpassen.
Fazit
Das Qualifizierungskonzept für Ausbilder*innen „Demokratisches Miteinander - Wie können wir im betrieblichen Alltag demokratische Werte (vor-)leben und fördern?“ bietet umfangreiches Handwerkszeug für die politische Bildung in Betrieb. Das Konzept verbindet politische Grundlagen mit praktischem Handeln.
Hier geht es direkt zum Material: Demokratisches Miteinander - Wie können wir im betrieblichen Alltag demokratische Werte (vor-)leben und fördern? Qualifizierungskonzept für Ausbilder*innen
Hier geht es zur Übersichtsseite des Vereins Mach meinen Kumpel nicht an!, zur „Gelben Hand“: Mach' meinen Kumpel nicht an! | Mach ' meinen Kumpel nicht an
Über die Themenwoche
Dieser Beitrag setzt unsere Themenwoche „Demokratie anpacken! – Handwerkszeug für Demokratiebildung im Betrieb“ fort. In den kommenden Beiträgen stellen wir weitere Methoden, Materialien, digitale Werkzeuge und Seminarkonzepte für die politische Bildung in der Arbeitswelt vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie demokratische Beteiligung, Mitbestimmung und eine respektvolle Betriebskultur praktisch gestärkt werden können.