Aktuelles Bildungsmaterial zum Thema globale Arbeitsrechte und Arbeitskämpfe (EPIZ Berlin)

In den Medien werden Arbeiter_innen in Ländern wie China oder Bangladesch oft als hilflose Opfer der globalen Arbeitsteilung dargestellt. Demgegenüber erscheinen dann die Arbeitsbedingungen  in Deutschland mit hohen Löhnen, umfangreichen Arbeitsrechten und starken Gewerkschaften paradiesisch.

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Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Die aktuellen Wahlergebnisse für rechtspopulistische Parteien nicht nur in Deutschland, die erkennbare verstärkte Radikalisierung bei rechtsextremen und islamistischen Gruppen und Personen sowie eine zunehmende Distanz gegenüber dem demokratischen politischen System und seinen Lösungswegen für politische Probleme stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wie kann der drohenden Erosion des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des demokratischen Konsenses begegnet werden? Eine Antwort auf die Frage ist die im gesellschaftlichen und politischen Raum geforderte verstärkte Anstrengung im Bereich der politischen Bildung.

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Bremer Diversity Preisverleihung in Bremen: „Der Bunte Schlüssel – Vielfalt gestalten!“,

Zum 8. Mal wurde der Bremer Diversity Preis „Der Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten!“ von der Hochschule Bremen (HSB) zusammen mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen und einer Gemeinschaft von weiteren Trägerinnen und Trägern an Unternehmen, Institutionen sowie Initiativen in Norddeutschland vergeben, die durch gezielte Maßnahmen Vielfalt fördern, nutzen und die positive Wirkung von Vielfältigkeit nach außen tragen. Der Bremer Diversity Preis ist die einzige Auszeichnung in Deutschland zur Anerkennung der Förderung von Vielfalt im ganzheitlichen Sinn. Auch wird jedes Jahr eine Person mit dem Preis geehrt – die Diversity Persönlichkeit – die sich in besonderer Weise und mit großer Außenwirkung für die Nutzung von Vielfalt sowie für Chancengleichheit einsetzt.

Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe

Das Fachkräfteportal zur Kinder- und Jugendhilfe begleitet die Auseinandersetzung mit Digitalisierungsfragen in der Kinder- und Jugendhilfe seit mehreren Jahren mit einer ausführlichen Berichterstattung. Zusätzlich zum Schwerpunktthema „Digitalisierung und Medien“ steht jetzt eine neue Sonderseite zur Verfügung. Unter www.jugendhilfeportal.de/themenspecial werden in loser Folge Fachbeiträge, Statements und Hintergrundberichte veröffentlicht.


Haben Sie in Ihrer Organisation schon einmal über Social Media Guidelines oder digitale Fallakten diskutiert? Wie war ihre Erfahrung mit dem ersten Coding-Workshop in der Jugendarbeit? Oder spielen freie Lehr- und Lernmaterialien, sogenannte Open Educational Resources (OER) in Ihrer Arbeit eine Rolle? Welche Themen beschäftigen Sie und Ihr Team in diesen Zusammenhängen, welche Informationen wünschen Sie sich? Schreiben Sie an das Fachkräfteportal, wenn Sie Anregungen oder Informationsbedarf haben.

https://www.jugendhilfeportal.de/

Flucht im Lebenslauf: Anne Frank Zentrum stellt Lernmaterial online

Das Anne Frank Zentrum hat spannende neue Materialien zum Thema Flucht für das biografische Lernen mit Jugendlichen online gestellt.Im Mittelpunkt des Lernmaterials »Flucht im Lebenslauf« stehen die Lebensgeschichten dreier geflüchteter Menschen: Anne Frank aus Deutschland, Hava aus dem Kosovo und Marah aus Syrien. Filmclips und Biografietexte stellen Jugendlichen die drei jungen Frauen vor und zeigen die Komplexität von Flucht und Ankommen in einem neuen Lebensumfeld auf.
Mit Hilfe von Methoden-Bausteinen können sich Jugendliche vertiefend mit historischen Kontinuitäten von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung beschäftigen und werden bestärkt, eigene Handlungsspielräume zu nutzen. Zudem schafft das Lerntool Raum für Selbstreflexion und den (familien-) biografischen Austausch.
»Flucht im Lebenslauf« eignet sich für den Einsatz im Unterricht sowie für außerschulische Kontexte.

bpb-Mediathek bietet große Auswahl an thematischen Filmen für die politische Bildungsarbeit

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet auf ihrer Internetseite neben vielen für die politische Bildungsarbeit interessanten Dossiers und Artikeln zu Themen aus Geschichte, Politik und Gesellschaft auch eine umfangreiche Mediathek. Bei den Filmen handelt es sich sowohl um Eigenproduktionen der bpb als auch um Filme, die für Kino oder Fernsehen produziert wurden: Dokumentarfilme, Reportagen, Erklärvideos, Kurzfilme, Methodenfilme und Spielfilme.

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NSU-Watch: »Aufklären und Einmischen«!

Die rassistische Mordserie des »Nationalsozia­listischen Untergrunds« (NSU) markiert eine Zäsur in der bundesrepublikanischen Ge­schichte. Die Taten des NSU, sein Netzwerk und die Rolle der Behörden sind noch lange nicht aufgeklärt. In der aktuellen Phase des Strafprozesses am Oberlandesgericht in München plädieren die Anwält_innen der Nebenklage, kommen Opfer und Angehörige zu Wort. Dabei werden viele Details und Aspekte des NSU-Komplexes kritisch beleuchtet, institutioneller Rassismus thematisiert und auch der mangelnde Aufklärungswille bzw. Vertuschungspraktiken staatlicher Stellen aufgezeigt.

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(Wie) Solidarisch Leben?! (Seminar)

Solidarische Lebensweise als Weg zu globaler Gerechtigkeit

Unsere Gesellschaft strebt nach permanentem Wachstum und Wohlstand. Doch die sozialen und ökologischen Kosten dieser „imperialen Lebensweise“ werden exportiert: Ob Ausbeutung der Ressourcen, Entsorgung von Elektroschrott oder Auswirkungen des Klimawandels - die Folgen betreffen meist ärmere Menschen, den globalen Süden oder zukünftige Generationen. Vor diesem Hintergrund erarbeiten wir im Seminar Bausteine einer solidarischen Lebensweise und lernen Initiativen kennen, die diese voranbringen. Wir diskutieren Ansätze für globale Veränderungen und beziehen sie auf unsere Alltagssituationen und den gesamtgesellschaftlichen Kontext.

Termin:          09. – 14. September 2018

Ort:               Kommune Niederkaufungen (www.kommune-niederkaufungen.de)

Kosten:         350 € im DZ/ VP (EZ auf Anfrage), zzgl. Kosten für ÖPNV und ggf. Eintritte und Radausleihe

Leitung:         Naemi Gerloff, Julian Bothe

Leistungen:   Ü/VP, Seminarleitung

Sem.nr.:       18.11.01

Anmeldung:  Arbeit und Leben Schleswig-Holstein www.arbeitundleben-sh.de/pb/seminare

als Bildungsurlaub anerkannt: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen und bei rechtzeitiger Anmeldung in weiteren Bundesländern

Das Scheitern der Koalitionsverhandlungen als Chance? (Kommentar)

 Das Scheitern der Koalitionsverhandlungen bietet der Bundesrepublik eine einmalige Chance, den demokratischen Wettbewerb neu zu beleben. Wie in einem präsidialen Regierungssystem müssten themenorientierte Mehrheiten gesucht werden, die auf Einbezug der Abgeordneten in den Diskussionsprozess setzen. Nach der Basta-Ära von Gerhard Schröder und der ruhigen Hand von Angela Merkel  würde Bewegung in die Politik kommen. Spannend zu sehen, dass das, was afrikanischen Ländern zugeschrieben wird, auch in der Mitte Europa vorkommen kann – ein bisschen Chaos.

Das weitere Verfahren hängt jetzt am Bundespräsidenten, der einerseits sein Amt aufwertet, andererseits die kleinen Lösungen vor einer eventuellen Neuwahl auslotet. Gesetzesgrundlage hierfür ist:

Artikel 63 Wahl und Ernennung des Bundeskanzlers

(1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt.

(2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich vereinigt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.

(3) Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen vierzehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.

(4) Kommt eine Wahl innerhalb dieser Frist nicht zustande, so findet unverzüglich ein neuer Wahlgang statt, in dem gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Vereinigt der Gewählte die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich, so muss der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen nach der Wahl ernennen. Erreicht der Gewählte diese Mehrheit nicht, so hat der Bundespräsident binnen sieben Tagen entweder ihn zu ernennen oder den Bundestag aufzulösen. Weitere Informationen gibt es hier

ZDFinfo-Dokumentation „Völkische Siedler – Schattenwelten auf dem Land“

Ländliche Räume stehen nicht erst seit kurzer Zeit im Fokus rechter Ideologen. Seit einigen Jahren ziehen immer mehr völkische Siedler/innen in den ländlichen Raum, die sich u.a. auf ideologische Versatzstücke ´völkischer´ Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts beziehen. Fernab der großen Städte bilden sie hier Gemeinschaften, die ihrem rassistischen Weltbild entsprechen, etablieren sich als achtsame Ökobauern, geschickte Kunsthandwerker/ innen und hilfsbereite Neuzugänge der Dorfgemeinschaft und versuchen Einfluss auf kommunale Strukturen zu nehmen. Bei der politischen Überzeugungsarbeit machen Sie sich Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber Geflüchteten und gegenüber parlamentarischen Verfahren zunutze.

Die 43-minütige Dokumentation, die ZDFinfo dazu am 13.12.2017 um 21:00 Uhr ausstrahlt, wurde überwiegend in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gedreht. Mitgewirkt haben unter anderem Andrea Röpke (Politologin und freie Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus) und Henning Kullak-Ublick (Bund der Freien Waldorfschulen). Regie führten Detlev Konnerth und Marijke Engel. Mehr Informationen gibt es unter: www.docstation.de/voelkische-siedler-schattenwelten-auf-dem-land

Eine Broschüre zum Thema sowie eine Karte "Verdachtspunkte völkischer Siedlungsprojekte" stellt die Amadeu Antonio Stiftung zur Verfügung:  www.amadeu-antonio-stiftung.de/voelkische-siedler