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[Workshop] Mitgestalten am Arbeitsplatz – Peer Guides Training

// Paul Zitzmann

Im Seminar werden Berufsschüler*innen zu Peer Guides ausgebildet, um Workshops zum Thema Mitbestimmung am Arbeitsplatz an ihren Schulen durchzuführen. Sie erhalten grundlegendes Wissen zu Mitbestimmung, Betriebsräten und Gewerkschaften sowie zu Interessenkonflikten in der Arbeitswelt. Gleichzeitig entwickeln sie methodisch-didaktische Fähigkeiten zur Weitervermittlung der Inhalte.

Zielgruppe

Berufsschüler*innen von Berufsintegrationsklassen.

Erfahrungen / Herausforderungen / Ergebnisse

Die Teilnehmenden wurden nach dem Seminar weiter pädagogisch begleitet. Eine Teamerin hat dazu mit den Teilnehmenden die Workshops an den Schulen vor Ort vorbereitet und sie bei der Umsetzung unterstützt. Dies war notwendig, da das dreitägige Peer Guides Training nicht ausreicht, dass die Teilnehmenden selbstständig einen Workshop umsetzen. Unterstützt wurden die Peer Guides zudem von einem Methodenheft, das für das Modellseminar erstellt wurde.

Da es sich bei den Teilnehmenden um Nicht-Deutsch-Muttersprachler*innen handelte, mussten zudem Sprachbarrieren bei der Vermittlung von Begrifflichkeiten wie z.B. Gewerkschaft oder Betriebsrat überwunden werden. Die Ausbildung der Peer Guides, sodass sie in der Lage waren, einen eigenen Workshop abzuhalten, war somit mit einem großen Aufwand verbunden. Leichter zugängliche Themen wie zum Beispiel „Diskriminierung am Arbeitsplatz“ können mit geringerem Aufwand vermittelt werden.

Das Besondere

Das Besondere am Seminar war der Peer-Ansatz: Die Teilnehmenden wurden dazu ausgebildet, eigenständig Workshops für Gleichaltrige durchzuführen. Dadurch entstand ein Gefühl von Verantwortung und Selbstwirksamkeit. Zudem stärkte die Kombination aus fachlichen Inhalten, methodisch-didaktischem Training und praktischer Anwendung die Persönlichkeitsentwicklung.

Ein weiterer besonderer Aspekt war die enge pädagogische Begleitung auch nach dem Seminar, die den Teilnehmenden Sicherheit bei der Umsetzung gab und den Lernprozess nachhaltig unterstützte. Zudem fanden ein Nachbereitungstreffen sowie ein weiteres Seminar mit der Gruppe der Peer Guides statt.  

Tipps für Teamende

  • ausreichend Zeit für Nachbereitung und Begleitung einplanen (3 Tage Training allein reichen nicht aus)
  • Teilnehmende bei der praktischen Umsetzung aktiv unterstützen (z. B. durch Coaching vor Ort)
  • sprachsensibel arbeiten und komplexe Begriffe verständlich erklären
  • Methoden und Materialien niedrigschwellig und anschaulich gestalten
  • ein strukturiertes Methodenheft als Orientierung bereitstellen
  • Peer-Ansatz stärken, aber realistische Erwartungen an Selbstständigkeit setzen
  • Praxisphasen (Üben von Workshops) fest einbauen
  • Themen ggf. vereinfachen oder zugänglicher wählen

Kontaktinformationen

Paul Zitzmann, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Material zum Download

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Methodensammlung>>

Über die Seminarkonzepte

Schwerpunktthema 2025/2026: Demokratisch handeln in der Arbeitswelt

Wie können junge Menschen Demokratie in der Arbeitswelt erleben, verstehen und mitgestalten? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Schwerpunktthemas „Demokratisch handeln in der Arbeitswelt“, das 2025/2026 im Rahmen der Politischen Jugendbildung im Kinder- und Jugendplan (KJP) bei Arbeit und Leben bearbeitet wird.

Die Landesorganisationen von Arbeit und Leben entwickeln dazu modellhafte und experimentelle Seminarkonzepte. Sie erproben neue Zugänge, Methoden und Formate, reflektieren ihre Erfahrungen im kollegialen Austausch und entwickeln die Ansätze weiter.

Die Blogbeiträge dokumentieren diese Konzepte und Erfahrungen. Sie machen Lernprozesse sichtbar und geben Impulse für die Praxis der politischen Jugendbildung.

Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Kinder- und Jugendplans (KJP) 


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