Wenn Gaming politisch wird
AMA zu Rechtsextremismus in Gaming-Communitys
Wie gelangen extrem rechte Inhalte in Games, Chats und Communitys – und wie lässt sich darauf reagieren? Diesen Fragen stellt sich am Mittwoch, 14. Januar, von 9 bis 17 Uhr der Medienwissenschaftler Matthias Heider in einem AMA.
Matthias Heider ist Medienwissenschaftler am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft und arbeitet dort im Projekt RadiGaMe. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit rechtsextremer Kommunikation im Netz, Gaming-Kulturen und digitalen Öffentlichkeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie rechte Akteur*innen versuchen, Gaming-Communitys zu beeinflussen – etwa über Memes, Mods, Voice-Chats oder eigene Spiele – und welche Strategien es gibt, dem wirksam zu begegnen. Dabei verbindet er wissenschaftliche Analyse mit praktischen Perspektiven aus Präventionsarbeit und öffentlicher Debatte.
Im AMA lädt Matthias Heider dazu ein, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen aus Gaming-Communitys zu teilen und gemeinsam über Grenzen, Grauzonen und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Das Format richtet sich an alle, die sich für Gaming, digitale Jugendkulturen und den Umgang mit Hass und Extremismus im Netz interessieren – insbesondere an Jugendliche, junge Erwachsene und Multiplikator*innen. Begleitet wird das AMA vom Moderationsteam von r/fair_diskutieren.
Hier geht es zum Beitrag auf reddit:
AMA - Ich forsche zu Gaming, Rechtsextremismus und Hass im Netz.
Das AMA ist Teil des Projekts DEBATE von Arbeit und Leben Thüringen. DEBATE setzt dort an, wo politische Auseinandersetzungen heute besonders sichtbar sind: in digitalen Räumen. Ziel des Projekts ist es, demokratische Debattenkultur online zu stärken, Hassrede einzuordnen und konkrete Gegenstrategien aufzuzeigen. Gefördert wird es über Demokratie leben!
Ein AMA steht für „Ask Me Anything“ und ist ein offenes Online-Frageformat.
Eine Person stellt sich für einen festen Zeitraum Fragen der Community. Alle können Fragen stellen. Die Antworten erfolgen direkt und öffentlich. AMAs werden häufig genutzt, um Fachwissen niedrigschwellig zugänglich zu machen und Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen.