Fortbildung: Simson, Sandmann, Ostfluencer
Ostdeutsche Identitäten in der Arbeit mit Jugendlichen
3. und 4. Dezember 2026 | Halle (Saale)
Was bedeutet es heute, ostdeutsch zu sein? Welche Rolle spielt die eigene Herkunft für junge Menschen – und wie begegnen uns ostdeutsche Identitäten in der pädagogischen Arbeit?
Für viele Menschen, die die gesellschaftlichen Umbrüche der Wendezeit selbst erlebt haben, ist die ostdeutsche Herkunft ein wichtiger Teil der eigenen Biografie und Identität. Zugleich beziehen sich auch jüngere Generationen zunehmend selbstbewusst auf Ostdeutschland. Das zeigt sich etwa bei Ostfluencer*innen, in Medien und Popkultur oder in zivilgesellschaftlichem Engagement.
Dabei sind die Formen ostdeutscher Selbstverortung vielfältig und teilweise widersprüchlich: Sie reichen von emanzipatorischen Perspektiven und dem Aufbrechen negativer Klischees über (n)ostalgische DDR-Bezüge bis hin zu nationalistischen oder rechtsextremen Vereinnahmungen ostdeutscher Identität.
Ostdeutsche Identitäten in der pädagogischen Praxis
Die zweitägige Fortbildung nimmt diese unterschiedlichen Perspektiven in den Blick. Ziel ist es, die Vielfalt ostdeutscher Lebenswelten sichtbar zu machen und vereinfachende Erzählungen über „den Osten“ aufzubrechen.
Gemeinsam beschäftigen wir uns mit strukturellen Ungleichheiten und stereotypen Bildern, die auch mehr als 35 Jahre nach der deutschen Einheit fortwirken. Ausgehend von Jugendkulturen in der DDR und den gesellschaftlichen Veränderungen nach 1989/90 fragen wir danach, wie junge Menschen heute auf ihre ostdeutsche Herkunft Bezug nehmen und welche Bedeutung dies für die Jugend- und Bildungsarbeit hat.
Neben fachlichen Impulsen bietet die Fortbildung Raum für Selbstreflexion, Austausch und die gemeinsame Entwicklung von Ansätzen für die eigene berufliche Praxis.
Termin:
3. und 4. Dezember 2026, jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr
Ort:
Halle (Saale)
Teilnahmegebühr:
30 Euro
Zielgruppe:
Fachkräfte der Jugend- und Sozialarbeit, pädagogische Fachkräfte aus Schule und Bildung, Multiplikator*innen sowie zivilgesellschaftlich Engagierte
Die Fortbildung wird von cultures interactive angeboten.
