Jugendstudie 2026: Zwischen Leistungsbereitschaft und Abwanderung – Deutschlands Jugend verliert die Geduld
Der Druck auf die junge Generation steigt und die Chancen, diesen gerecht zu werden, schwinden. Dauerkrisen, unsichere berufliche Perspektiven, Schulden und mentaler Stress prägen die Lebenslage vieler junger Menschen. Als Reaktion wenden sie sich den politischen Rändern zu oder denken sogar daran, Deutschland zu verlassen. Das ist die zentrale Botschaft der neunten Trendstudie „Jugend in Deutschland“, die vom Datajockey Verlag herausgegeben wird.
Die neunte Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck“ basiert auf einer repräsentativen Befragung von 2.012 Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren. Die Längsschnittstudie wurde 2010 gegründet und wird seit dem Jahr 2020 in regelmäßigem Abstand wiederholt.
Die Studie deckt verschiedene Bereiche wie Wohlbefinden, Lebenswelt und Eltern, digitales Leben, Geld, Wohlstand und Wohnsituation, Arbeit und Beruf sowie Politik ab. Dabei zeigt sich eine stark steigende psychische Belastung junger Menschen durch Krisen wie Krieg, Inflation und hohe Wohnkosten. 29 % benötigen psychologische Hilfe, besonders Frauen, Studierende und Erwerbslose. Gleichzeitig sind Leistungsbereitschaft und Verantwortungswille hoch, doch es fehlt an klaren Zukunftsperspektiven. Unsichere Jobchancen, steigende Schulden und teure Mieten verstärken die Sorgen. Viele setzen auf praxisnahe Ausbildung. 21 % planen Auswanderung. Zudem nimmt die politische Polarisierung zu: junge Frauen tendieren eher nach links, junge Männer häufiger nach rechts. Gefordert werden mehr Mitsprache und verlässliche Perspektiven.
Weitere Informationen gibt es HIER und eine Pressemitteilung HIER.