[Methode] Wachstum anders denken

Symbolbild | Photo by Ramiro Martinez on Unsplash

Wachstum wurde in den bisherigen wirtschaftlichen und sozialen Fortschrittsideen als eine Grundlage für eine prosperierende Gesellschaft betrachtet. Sowohl ordoliberale Ideen, als auch postfordistische und keynesianistische Vorstellungen beruhen grundsätzlich auf Maximierung von Ressourcennutzung und Verbrauch. In Zeiten der zunehmenden globalen Erwärmung und des Klimawandels sind neue Grundlagen im Sinne von Postwachstum gefragt, die eine sozial-ökologische Transformation begleiten können.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitstage 2021 möchten wir auf Methoden und Bildungsmaterialien aufmerksam machen, die unterschiedlichen Facetten von Wachstum, Dimensionen von Nachhaltigkeit und der Auseinandersetzung mit einer zukünftigen Gesellschaft verbunden sind

Modul 1: Grundlagen

Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst? Diese Frage scheint banal und bildet doch einen wichtigen Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Wirtschaftswachstum. Denn wer sich tiefergehend mit dieser Frage beschäftigt, wird schnell feststellen, dass jede Antwort wiederum neue Fragen aufwirft. Das Einführungskapitel ermöglicht es, sich mit den eigenen Assoziationen, Gedanken und Kenntnissen auseinanderzusetzen, die jede_r Einzelne zu Wachstum und Wirtschaft mitbringt.

https://www.endlich-wachstum.de/kapitel/grundlagen/

Modul 2: Die ökologische Dimension

In der Wirtschaft  werden zum Einen materielle Ressourcen wie Öl, Erze, Holz und Wasser und zum Anderen Raum für den produzierten Abfall wie Müll und Emissionen benötigt. Die Ressourcen sind begrenzt – dennoch soll die Wirtschaft unaufhörlich wachsen. Nachhaltigkeit ist in aller Munde, „grünes Wachstum“ steht auf der politischen Tagesordnung.

Die ökologische Dimension – Endlich Wachstum (endlich-wachstum.de)

Modul 3: Die soziale Dimension

Wachstum, so die gängige Annahme, schafft Wohlstand. In der öffentlichen Wahrnehmung wird Wohlstand dabei gleichgesetzt mit Glück und Zufriedenheit. Ein Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und steigender Lebenszufriedenheit der Menschen lässt sich jedoch in vielen Ländern Europas nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt nachweisen. Dieses Kapitel legt den Schwerpunkt daher auf die Auseinandersetzung mit den eigenen sowie gesellschaftlichen Vorstellungen von einem guten Leben.

Die soziale Dimension – Endlich Wachstum (endlich-wachstum.de)

Modul 4: Die globale Dimension

In der kritischen Auseinandersetzung mit Wirtschaftswachstum spielt die Frage nach globaler Gerechtigkeit eine besonders wichtige Rolle. Dieses Kapitel beschäftigt sich noch einmal explizit mit den unterschiedlichen Bedeutungen und Auswirkungen von Wachstum in der globalisierten Welt.

Die globale Dimension – Endlich Wachstum (endlich-wachstum.de)

Modul 5: Mentale Infrastrukturen

Die Vorstellungen von unendlichem Wachstum haben wir auch als individuelle Menschen tief verinnerlicht. Sie prägen als „mentale Infrastrukturen“ unsere Wünsche sowie unser Denken und Fühlen. Oft verhindern sie, dass wir nicht handeln, obwohl wir um die drängenden Probleme unserer Zeit wissen.

Mentale Infrastrukturen – Endlich Wachstum (endlich-wachstum.de)

Themenspezifische Module

Lebensmittel, Arbeit, Digitaler Fußabdruck, Perspektiven&Alternativen,

siehe unter https://www.endlich-wachstum.de/

Wir möchten auf die unterschiedlichen Module von https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/ und https://www.fairbindung.org/ aufmerksam machen, die mit unterschiedlichen Methoden erlauben, das Thema Wachstum ganzheitlicher zu erfassen und zu reflektieren. Die Bausteine bieten zudem Anregungen für Bildungsangebote, die sich einerseits auf die Dimensionen von Nachhaltigkeit beziehen, sich andererseits auch für themenspezifische Auseinandersetzungen eignen.

Innerhalb der Module finden sich praktische Tipps und Materialien, die in der politischen Jugendbildung anwendbar sind.

 

Texte übernommen von Konzeptwerk Neue Ökonomie (Creative Commons)

Bildungsmaterialien, Globalisierung & Ökonomie


Politische Jugendbildung ist ein Angebot
der Jugendbildungsreferent*innen von
Arbeit und Leben DGB/VHS e.V.

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