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Weltflüchtlingstag

Im Jahr 2017 waren weltweit 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Auf ihr Schicksal macht der alljährliche Weltflüchtlingstag am 20. Juni aufmerksam.

zur Geschichte des Weltflüchtlingstags:

Bereits vor 2001 hatten viele Länder ihre eigenen nationalen Flüchtlingstage begangen. Die einzelnen Bischofskonferenzen legten zum Teil andere Tage fest, so in Lateinamerika den 12. Oktober, den Tag der Entdeckung Amerikas. Am 4. Dezember 2000 erklärte die UN-Generalversammlung mit der Resolution 55/76 zum bevorstehenden 50. Jahrestag der Gründung des UNHCR den 20. Juni zum Weltflüchtlingstag. Die Wahl fiel auf dieses Datum, da der 20. Juni zuvor in etlichen Ländern bereits Afrika-Flüchtlingstag gewesen war.

Jährlich zum Weltflüchtlingstag veröffentlicht der UNHCR einen Jahresbericht. Diesem zufolge befanden sich Ende 2013 über 51 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter mehr als 33 Millionen Männer, Frauen und Kinder im eigenen Land („Binnenvertriebene“). Die Zahl der Flüchtlinge hatte damit den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Der Anstieg um sechs Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahr wurde hauptsächlich durch den Krieg in Syrien verursacht. Auch in Afrika nahmen Flucht und Vertreibung erheblich zu, vor allem in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan. Hauptaufnahmeländer für Flüchtlinge sind Pakistan, Iran und Libanon.

[Quelle: CC-by-sa-3.0 Wikipedia]

 

Die gesellschaftliche Debatte um Flucht und Asyl hat in den letzten Jahren stark zugenommen und Arbeit und Leben begleitet diese auf vielen Ebenen. In Zahlreichen Landesarbeitsgemeinschaften gibt es Projekte und Kolleg*innen, die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die hießige Gesellschaft unterstützen und fördern. So beteiligt sich Arbeit und Leben beispielsweise an dem Projekt empowered by democracy. Hier bekommen junge Menschen mit Flucht und/oder Migrationserfahrung die Möglichkeit aktive Teamende in der politischen Bildung zu werden.

 

Weitere Informationen zum Weltflüchtlingstag:

Weltflüchtlingstag 2018 - bpb

Baw Meh träumt von einer sicheren Zukunft für ihre Enkelkinder - UNHCR

Migrationspolitik - Mai 2018 - bpb

 

Symbolbild: Hassan Sham IDP Camp for Arabs who fled the Islamic State. Located near Erbil Governorate and Mosul (Nineveh Plains) on the border of the Kurdistan Region in Iraq. CC-BY-SA-4.0 Levi Clancy/Wikipedia