Foto: Johannes Smettan

[Videos] Neue Rechte - die autoritäre Revolte?

Seit einigen Jahren sind neue rechte Gruppierungen in Deutschland präsent. Eine besondere Rolle spielt dabei die so genannte "Identitäre Bewegung", die ein Zentrum in Halle aufgebaut hat. Wie Akteure der politischen Bildung mit Rechtsextremismus umgehen sollten, wurde bei einem Fachtag mit dem Titel "Neue Rechte – die autoritäre Revolte?" am Donnerstag, 11. Oktober 2018, an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) diskutiert.


Welcher Ideologien bedient sich die Neue Rechte? Wer gehört dazu? Gibt es Verbindungen zu Rechtspopulisten? Und wie kann die Gesellschaft stärker über die Absichten dieser Gruppierungen aufgeklärt werden? Diesen und weiteren Fragen widmete sich der Fachtag am Steintor-Campus der Universität Halle. Dabei soll es vor allem um die "Identitäre Bewegung" gehen, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. "Nicht nur aufgrund der lokalen Nähe ihres Zentrums zum geisteswissenschaftlichen Campus muss die Universität bei diesem Thema klar Stellung beziehen", sagt Prof. Dr. Johannes Varwick, Inhaber des Lehrstuhls Internationale Beziehungen und europäische Politik. 

Den Fachtag eröffnete der Historiker Volker Weiß, der in seiner Publikation "Die autoritäre Revolte" einen Überblick über die Akteure, Ideen, Begriffe und die Geschichte neuer rechter Bewegungen gibt. Ein zentrales Thema der Veranstaltung ist die Neue Rechte in Sachsen-Anhalt und ihre Bedeutung für die rechtsextremistische Szene. Weiterhin geht es darum, wie diese eigene Medien und soziale Netzwerke nutzt, um etwa durch medienwirksame Aktionen, zum Beispiel die Besetzung des Brandenburger Tores in Berlin durch die "Identitäre Bewegung" 2016, Aufmerksamkeit zu erregen und ihre Botschaften vor allem an ein junges Publikum zu verbreiten. Abschließend widmeten sich mehrere Experten in einer Talk-Runde der Frage, wie die Neue Rechte in der politischen Praxis auftritt und wie ihr begegnet werden kann.

Der Fachtag wurde gemeinsam vom Lehrstuhl Internationale Beziehungen und europäische Politik an der MLU und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt ausgerichtet.

[Quelle: bearbeitete Pressemitteilung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]

 

"Die autoritäre Revolte" - Vortrag von Volker Weiß

 

"Die Neue Rechte in Sachsen-Anhalt und ihre Bedeutung für die nationale Szene" - David Begrich

 

"Die Neue Rechte als Herausforderung an die politische Bildung" - Prof. Dr. Andreas Petrik

 

"Das Institut für Staatspolitik Schnellroda" - David Begrich, Miteinander e.V., Arbeitsstelle Rechtsextremismus

 

"Die neue Rechte in der politischen Praxis" - Podiumsdiskussion mit Antonie Rietzschel, Süddeutsche Zeitung David Begrich, Miteinander e. V. Andreas Speit, Journalist, Sozialwissenschaftler David Jahr, Institut für Politikdidaktik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Valentin Hacken, Bündnis Halle gegen Rechts Mamad Mohamad, Geschäftsführer LAMSA e. V.

 

Aufzeichnung des Offenen Kanal Magdeburg vom Fachtag an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU): "Die Neue Rechte als Herausforderung für die Demokratie".