Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen in der digitalen Welt

© Foto-Atelier Schröder

In der Fachgruppe beschäftigen wir uns zum einen mit fachlichen Fragen im Spannungsfeld von Medienpädagogik und politischer Bildung: Wie kann die politische Bildung von digitalen Medien profitieren? Wo liegen Chancen und Grenzen beim Einsatz digitaler Werkzeuge in Bildungsprozessen? Was macht der digitale Wandel mit der Arbeitswelt? Zum anderen vermitteln wir mit den von uns entwickelten Methoden und Seminaren Handlungsmöglichkeiten und Medienkompetenzen an junge Menschen.

Mit unseren Angeboten knüpfen wir an ihre Lebens- und Erfahrungswelt an und geben Sicherheit im Umgang mit neuen und klassischen Medien und der Flut an Informationen der wir tagtäglich ausgesetzt sind. Dabei nimmt das Erkennen von Fake News und Verschwörungserzählungen einerseits und die Fähigkeit auf Hate Speech und Hoax reagieren zu können andererseits eine zentrale Rolle in unserer Bildungsarbeit ein.

Politische Bildung testet: Verschwörungschecker

Wird das Coronavirus über Handynetze verbreitet? Ist die Mondlandung fake? Oder ist das alles Quatsch?? Finde es jetzt heraus! Mit dem Verschwörungschecker können Nutzer*innen jede beliebige Verschwörungserzählung auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen.

Antisemitismus, Verschwörungstheorien, Fake News, Verschwörungsideologien, Online-Methode, Medien & Digitales, Nützliches für die Bildungsarbeit

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[Material] Radikalisierung im Internet - Hidden Codes

(c) Bildungsstätte Anne Frank

„Politische Bildung braucht Begegnung. Hybride Lernformate, digitale Lernwelten & authentische Lernorte.“  das war das Motto des diesjährigen Preis der politischen Bildung. Wir wollen in den kommenden Tagen die Preisträger hier im Blog kurz vorstellen. Wir beginnen mit: „Hidden Codes“ der Bildungsstätte Anne Frank e.V., Frankfurt.

Social Media, Medien & Digitales, Gegen Ausgrenzung & Rassismus, Materialsammlung, Unterrichtsmaterial, Game , Radikalisierung

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Winnie Puuh und die Feinde des Internets – Welttag gegen Internetzensur

Er ist eines der kuriosesten Opfer der aktuellen Zensur: der niedliche und etwas tollpatschige Bär Winnie Puuh. In China sind Bilder, Clips und Filme des namensgebenden Titelhelden von A. A. Milne verbotenverboten. Doch nicht etwa seine Liebe zu Honig oder die fehlende Hose sind Winnie Puuh zum Verhängnis geworden, sondern eine gewisse Ähnlichkeit mit Chinas Staatschef Xi Jinping. Doch was hat das mit Zensur im Internet zu tun?

Fakenews, Transparenz, FG Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen in der digitalen Welt, Medienkompetenz, Themenwoche: Internet, Internetzensur

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Pressefreiheit: Global, digital & dekolonial?

Was bedeutet Presse- und Meinungsfreiheit überhaupt in einer stets vernetzten Informationsgesellschaft? Wie unterschiedlich sind die globalen Bedingungen für Journalist*innen? Wie gehen wir in Zeiten digitaler Propaganda und Kriegsführung mit der Freiheit von Medien um? Und wie mit der Meinungsfreiheit von Leugner*innen wissenschaftlicher Erkenntnis über Klimawandel und Pandemien, die zusammen mit Neonazis mobilisieren? Aber vor allem, wie können wir diese Spannungsfelder in der politischen Bildung besprechen?

FG Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen in der digitalen Welt, Interetzensur, Pressefreiheit, Journalismus

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Kommentar: Zensur durch Unternehmen? - Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Der heutige Kommentar zur Themenwoche „Freies Internet?!“ befasst sich mit dem sogenannten „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ (NetzDG), zu dessen Einhaltung seit dem Jahr 2018 alle sozialen Netzwerke in Deutschland verpflichtet sind. Der Beitrag geht der Frage nach, inwiefern durch das NetzDG eine Zensur im Internet durch Privatunternehmen stattfindet.

Das NetzDG verlangt von Betreiber*innen sozialer Netzwerke, wie Facebook, Twitter und Co., dass sie Meldeverfahren für eingestellte Inhalte einrichten müssen und Inhalte gegebenenfalls zu sperren oder löschen sind, wenn sie eine Straftat nach deutschem Recht darstellen. Solche Delikte können zum Beispiel Beleidigung, üble Nachrede, Bedrohung, Aufforderung zu Straftaten, Volksverhetzung und Gewaltdarstellung sein. Das Gesetz möchte somit erreichen, dass soziale Netzwerke auf ihren Plattformen geltende Gesetze zur legalen Einschränkung der freien Meinungsäußerung durchsetzen, wie sie auch im nicht-digitalen Raum herrschen.

Das Besondere an diesem Gesetz ist, dass die Prüfung der beanstandeten Inhalte zunächst den Betreiber*innen der sozialen Netzwerke selbst unterliegt. Sie prüfen diese Inhalte und entscheiden, ob diese rechtskonform sind beziehungsweise, ob sie im Internet verbleiben dürfen oder von dort entfernt werden. Im nicht-digitalen Raum übernehmen diese Aufgabe Gerichte. Somit steht der Vorwurf im Raum, dass das NetzDG eine zentrale staatliche Aufgabe auf die Betreiber*innen der sozialen Netzwerke abwälzt. Nicht ein Gericht entscheidet, was die Grenzen der freien Meinungsäußerung überschreitet sondern privatwirtschaftliche Unternehmen, deren Entscheidungsprozesse nicht transparent sind.

Dass sich ein Gericht mit möglicherweise illegalen Inhalten befasst, setzt jedoch eine Verfolgung des Falles durch Strafverfolgungsbehörden voraus. Die behördliche Strafverfolgung stößt allerdings an Grenzen, wenn es um Delikte im digitalen Raum geht. Es fehlen die Kapazitäten, um der immensen Fülle an Inhalten im Internet zu begegnen. Das NetzDG möchte einen schnellen und effektiven Weg schaffen, über den strafbare Aktivitäten in den sozialen Netzwerken unterbunden werden.

Zentraler Vorwurf gegen die Betreiber*innen sozialer Netzwerke bei der Umsetzung des NetzDG ist das sogenannte „Overblocking“. Um nicht durch das NetzDG mit hohen Geldstrafen belegt zu werden, werden Inhalte großzügiger gelöscht als notwendig, so die Kritik. Die Zahlen zeigen, dass in sozialen Netzwerken zahlreiche Inhalte im Rahmen des NetzDG gemeldet werden, aber ein eher geringer Teil davon entfernt wird. Für das Jahr 2021 wurden bei YouTube 575.492 Inhalte im Zusammenhang mit dem NetzDG gemeldet, woraufhin davon 92.004 gelöscht wurden. Bei Facebook wurden 162.687 Inhalte gemeldet und 29.429 gelöscht. Bei Instagram wurden 84.298 Inhalte beanstandet, wodurch 14.155 enfernt wurden. In Bezug auf das „Overblocking“ ist zudem zu beachten, dass Betreiber*innen Nutzungsbedingungen vorgeben, die meist restriktiver ausfallen als Vorgaben des NetzDG. Nicht jede Löschung von Inhalten kann deshalb auf das NetzDG zurückgeführt werden. Die Betreiber*innen sozialer Netzwerke haben das Recht, die Kommunikations- und Verhaltensregeln auf ihren eigenen Plattformen selbst zu bestimmen, insofern sich diese Regeln innerhalb des legalen Rahmens bewegen. Um dem „Overblocking“ zu begegnen, wurde das NetzDG im Juni 2021 außerdem ergänzt: Es muss nun auch die Möglichkeit geben, dass betroffene Nutzer*innen das Löschen ihrer Inhalte für eine erneute Prüfung beanstanden können.

Insgesamt stellt das NetzDG eine herausfordernde Konstruktion dar, da private Unternehmen in den sozialen Netzwerken die Grenzen der Meinungsfreiheit ausloten müssen. Diese Grenzen sind nicht klar vorgegeben und ändern sich im Laufe der Zeit. Es bedarf einer öffentlichen Auseinandersetzung, wo diese Grenzen liegen könnten. Es ist nicht transparent, nach welchen Kriterien soziale Netzwerke Entscheidungen im Einzelfall treffen und welche Personen hinter diesen Entscheidungen stehen. Jedoch ist andererseits bekannt, dass Beleidigungen, (Mord-)Drohungen und Hetze in sozialen Netzwerken ein Problem für die Demokratie darstellen. Im Extremfall führen sie zu Gewalttaten im nicht-digitalen Raum. Die Politik musste dagegen handeln und entschied sich, die Betreiber*innen sozialer Netzwerke in die direkte Verantwortung für die Inhalte auf ihren Plattformen zu ziehen. Unternehmen betreiben somit auf Basis einer gesetzlichen Vorgabe Zensur im Internet, um dortige Straftaten zu bekämpfen.

 

Quellen:

https://www.bmj.de/DE/Themen/FokusThemen/NetzDG/NetzDG_node.htmlhttps://www.bmj.de/DE/Themen/FokusThemen/NetzDG/NetzDG_node.html

https://www.heise.de/hintergrund/Illegale-Inhalte-im-Netz-Das-NetzDG-und-die-Kooperation-der-Plattformen-6351396.htmlhttps://www.heise.de/hintergrund/Illegale-Inhalte-im-Netz-Das-NetzDG-und-die-Kooperation-der-Plattformen-6351396.html

https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/bewegtbild-und-politische-bildung/webvideo/space-net/312989/meinungsfreiheit-werden-wir-alle-zensiert/https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/bewegtbild-und-politische-bildung/webvideo/space-net/312989/meinungsfreiheit-werden-wir-alle-zensiert/

 

Wie diskriminierend sind Algorithmen?

Photo by Gilles Lambert on Unsplash

Wann immer wir uns im Internet bewegen, sind sie unsere aufmerksamen Begleiter und Wegweiser: Algorithmen. Welche potenziellen Freunde werden mir vorgeschlagen? Welche Musik passt am besten zu meinem Geschmack? Das sind nur zwei Beispiele, wo uns Algorithmen konkret begegnen und soziale Interaktionen beeinflussen. Algorithmische Entscheidungssysteme verstehen und ihren Einfluss kritisch hinterfragen zu können, muss daher ein wichtiger Bestandteil von digitaler politischer Bildung sein. Was sollte jede*r über Algorithmen wissen? Warum können sie diskriminierend wirken? Und in welcher Form kann das Thema in der politischen Bildung aufgegriffen werden?

#15 Digitale politische Bildung – Wie diskriminierend sind Algorithmen?
Freitag, 27.11.2020 von 10.00-11.15 Uhr
Auf einen Kaffee mit… Sana Shah, Algorithm WatchAlgorithm Watch

Link:  https://zoom.us/j/92526039606https://zoom.us/j/92526039606

Meeting-ID: 925 2603 9606

Die Reihe "Auf einen Kaffee mit..." stellt nun schon seit März regelmäßig spannende Themen und Referent*innen rund um die digitale politische Bildung vor. Alle bisherigen Folgen gibt es auch zum Nachsehen und -hören auf der Seite der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et): http://www.digitalepolitischebildung.de/http://www.digitalepolitischebildung.de/

Social Media, #politischebildungundcorona, digitale politische Bildung

[App] Online Dating verstehen - Monster Match

© 2019 Hidden Switch

Online Dating Plattformen gehören zum festen Inventar auf vielen Smartphones. Doch ist den Nutzer*innen eigentlich bekannt, wie schon wenige Klicks oder Swipes einen Algorithmus trainieren, der dann wiederrum für die*den Nutzer*in die Vorauswahl übernimmt? Die App Monster Match setzt hier an und zeigt auf, wie schnell so ein Algorithmus sich festlegt...

 

Mediennutzung, FG Medien: Mitwirkungspotenziale und Handlungsoptionen in der digitalen Welt, Methode, Webseiten, Gender

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Politische Jugendbildung ist ein Angebot
der Jugendbildungsreferent*innen von
Arbeit und Leben DGB/VHS e.V.

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