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[Fachtagung] Diskriminierungserfahrungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in "peripheren / grenznahen Regionen"

Grenzgebiete sind häufig periphere Gebiete eines Staates und vergleichsweise „unterentwickelt“ – sie haben eine geringere Bevölkerungsanzahl, verzeichnen Abwanderungen, es gibt selten große Industriebetriebe, dafür öfter industrielle und kommunale Entsorgungseinrichtungen, militärische Anlagen usw. – und im Gegenzug touristische Highlights, die in deutlichem Widerspruch zu den anderen Aspekten stehen. Eine Fachtagung für Expert*innen und Fachkräfte in der Jugendarbeit/im Jugendaustausch, die in grenznahen Regionen arbeiten/wirken oder am Thema interessiert sind.

2019 04 16 Einladung Fachtag Grenzregionen 1Seit den Zeiten der Industrialisierung galt innerstaatlich eine „(kleine) Theorie der internen Peripherie“ als prägend, die in der jüngeren Vergangenheit durch Gegenseitigkeit benachbarter Peripherien/Regionen zunehmend aufgebrochen wurde (u.a. am Beispiel Vorpommern/Stettin und dem „Dreiländereck“ Polen/Tschechien/Deutschland und in der Saar-Region). Arbeitskräftebedarf, grenzüberschreitende (Aus)Bildung sowie bilaterale und europäische Beziehungen machen grenzüberschreitendes Wirken möglich.


Die aktuellen nationalstaatlichen Einflüsse auf Politik und Gesellschaft, die Haltung zu Geflüchteten und das Wirken populistischer und rechtsextremer Parteien und Gruppen scheinen wiederum neue Entwicklungen bzw. alte, rückwärtsgewandte Muster ‚neu aufleben zu lassen‘. Wir laden ein zur Diskussion und Reflexion – ob tradierte Vorstellungen, Klischees und Diskriminierungserfahrungen existieren und welche Bedeutung diese haben. Fragen von Identität, Arbeit in Europa, Geschichte und regionale Impulse spielen dabei eine Rolle. Gleichzeitig gibt es praktische Beispiele in der jugendpolitischen (Bildungs)Arbeit, die den Blick über den Tellerrand erlauben und aufzeigen, welche Faktoren Gegenseitigkeit oder Einseitigkeit begünstigen (können).


Der Erfahrungsaustausch dient der Weiterbildung von Fachkräften der politischen Jugendbildung. Wir bieten einen Rahmen, um über Fachvorträge und kollegiale Beratung einen Zugang zum Thema zu erhalten. In der Diskussion möchten wir aus den Erkenntnissen Ideen für die Konzepte und Angebote der politischen Jugendbildung generieren sowie Themen wie Diskriminierung, Internationales, Arbeit, Politik und Gesellschaft aufgreifen. Darüber hinaus kann die Reflexion ein Beitrag für die Verbindung lokaler und globaler Prozesse sein, die in Grenzregionen gespiegelt werden.

weitere Informationen incl. des zeitlichen Programms:

download [pdf, deutsch, 910 kb]

 

Organisatorisches:

Anmeldung: Anmeldungen bis zum 15.05.2019 über folgendes Formular. (Eine Anreise am 02.06.19 mit Vorübernachtung ist möglich.)


Unterkunft: Hotel Allegra, Albrechtstraße 17, 10117 Berlin. (Internetseite) (CHECK IN gegenüber im Hotel Albrechtshof)

Tagungsorte: 03.06.2019: Kalkscheune Johannisstraße 2, 10117 Berlin (https://www.kalkscheune.de/lage)
04.06.2019: Arbeit und Leben Berlin: Kapweg 4, 13405 Berlin (Nähe U6 Kurt-Schumacher-Platz und Afrikanische Straße)


Kosten: Es fallen keine TN-Gebühren an. Die Fahrtkosten auf Basis der DB, 2. Klasse, werden erstattet.

Kontakt: Rückfragen und Anmeldungen per E-Mail an Björn Kluger

Förderung: Die Fortbildung wird gefördert aus dem Kinder- und Jugendplan des BMFSFJ

 

 

Symbolbild: Devin Avery