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[Stellungnahme] „Politische Jugendbildung ist eine gesellschaftliche Daueraufgabe“

Sehr geehrte Mitglieder des Bundesausschusses politische Bildung,
Sehr geehrte Kooperationspartner,

Demokratie braucht außerschulische politische Jugendbildung! Mit dieser Forderung haben wir uns an die für uns zuständigen Bundestagsabgeordneten im Familienausschuss gewandt und Sie auf eine Stellungnahme der GEMINI, der Gemeinsamen Initiative der Träger der außerschulischen Bildungsarbeit im Bundesausschuss für politische Bildung (bap), hingewiesen.


Im Rahmen der aktuellen Beratungen zum Bundeshaushalt 2019, aber auch langfristig gesehen, will der Vorstand diese Initiative dazu nutzen, mit den Abgeordneten über die Stärkung der politischen Jugendbildung ins Gespräch zu kommen.

In der vorliegenden Stellungnahme wird festgestellt, dass der Bund mit dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) über Jahrzehnte ein verlässliches Förderinstrument zur Verfügung stellt. Zusammen mit den Eigenleistungen der Träger bildet er das Rückgrat für eine langfristige bundesweit angelegte Bildungsarbeit. Festgehalten werden muss aber dazu, dass seit fast 20 Jahren die Fördermittel für das Arbeitsfeld Politische Bildung im KJP nicht erhöht worden sind.

Angesichts der großen Herausforderungen der außerschulischen Bildungsarbeit für ein gesellschaftliches Miteinander fordert GEMINI die Notwendigkeit einer substanziellen Erhöhung des Haushaltsansatzes für dieses Arbeitsfeld. Da Fachkräfte für die politische Bildung nur schwer zu gewinnen sind, wenn es nur um kurzfristige Projekte geht, verbindet GEMINI damit eine inhaltliche Debatte über das Zueinander von Projekt- und Strukturförderung.

Das Papier schließt mit den folgenden Feststellungen und Forderungen:

  • Politische Bildung hat einen ressourcenorientierten Blick auf die Interessen und Kompetenzen junger Menschen und keine defizitären Herangehensweisen in der Bearbeitung eines unerwünschten Zustands oder Verhaltens. Außerschulische politische Jugendbildung, die Jugendliche stark macht, ist wegen ihrer selbst willen zu fördern und auszubauen und nicht ausschließlich aufgrund ihrer präventiven Effekte.
  • Um innovativ zu sein und bedarfsorientiert mit Jugendlichen und jungen Menschen zu arbeiten, braucht es eine Förderstruktur, die politische Bildung als eine gesellschaftliche Daueraufgabe versteht und auf die bedarfsorientierte und anpassungsfähige Arbeitsweise der Fachpraxis vor Ort vertraut.
  • Um Qualität und Quantität des dringend notwendigen Angebots zu erhalten und eine Weiterentwicklung des Arbeitsfeldes zu gewährleisten, halten wir eine substanzielle Erhöhung des Ansatzes für das Arbeitsfeld „Politische Bildung“ im KJP nach beinahe 20 Jahren stagnierender Förderung aus fachlicher Sicht und im Zuge der gestiegenen Anforderungen für unbedingt notwendig. Politische Bildung im KJP braucht eine Aufstockung der Mittel um mindestens drei Millionen Euro ab 2019. So kann die bundesweite Grundstruktur zukünftig noch wirkungsvoller sein.


hier kann die GEMINI-Stellungnahme runtergeladen werden: „Politische Jugendbildung ist eine gesellschaftliche Daueraufgabe. Die Mittel im Arbeitsfeld „Politische Bildung“ des Kinder- und Jugendplans erhöhen

Weitere Informationen und Fragen beantwortet der bap-Vorstand gerne.

Mit freundlichen Grüßen
 
Barbara Menke

Vorsitzende des Bundesausschuss Politische Bildung (bap)
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Symbolbild:Jordon Conner