© Roland Geisheimer/www.attenzione-photo.com

"Auf die Straße!" - Fachtagung zu politischem Protest

In Deutschland wird protestiert. Gegen Stuttgart 21, G20 oder gegen Flüchtlingsunterbringung. Für den Hambacher Forst, bezahlbaren Wohnraum oder Ortsumgehungen. Sechs Beispiele, unzählige weitere könnten genannt werden. Viele gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen reizen Bürgerinnen und Bürger, gegen oder für etwas zu protestieren.

In Deutschland haben Proteste eine lange Geschichte – in Ost wie West. Er drückt sich in Transparenten, Sprechchören und Unterschriftenlisten aus, wird mit Liedern formuliert und über Logos, Shirts und Buttons popularisiert. Oft findet Protest auf der Straße statt - in Großstädten, aber auch im kleinsten Dorf. Das Netz und insbesondere die Sozialen Medien schließlich haben viele Formen des Protestes erweitert. Protest ermöglicht so eine direkte politische Beteiligung, jenseits von Wahlen und anderen klassischen Formen politischer Mitbestimmung. Ist Protest also 'das Salz' der Demokratie? Oder, wie Kritikerinnen und Kritiker bemängeln, erschweren Proteste politisch gestalterisches Handeln jener, die dafür gewählt wurden? Zunächst jedoch gilt es grundsätzlichere Fragen zu stellen: Was genau ist Protest eigentlich? Wie funktioniert er? Regen nur bestimmte Themen auf, andere aber nicht? Wer ist direkt und indirekt beteiligt? Wen adressiert er? Und warum eskaliert er von Zeit zu Zeit?

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt Sie herzlich ein zur Fachtagung "Auf die Straße! - Politischer Protest in Deutschland". Die Veranstaltung findet am 17. und 18. Juni 2019 im Radisson Blu Hotel in Hamburg statt.

Auf der Fachtagung der bpb wird die lange Geschichte von Protest in Deutschland - in Ost wie West - in den Blick genommen. Wir wollen darüber diskutieren, ob Protest "das Salz" der Demokratie ist, oder, wie Kritikerinnen und Kritiker bemängeln, das politische Handeln jener erschweren, die dafür gewählt wurden. Im Mittelpunkt werden Fragen nach Funktionsweisen, direkter und indirekter Beteiligung sowie möglichen Erfolgsbedingungen von Protest stehen. Schließlich wollen wir darüber sprechen, warum Protest mitunter eskaliert und wie Gewalt vermieden werden kann. Weitere Informationen, die Möglichkeit zur Anmeldung und ein vorläufiges Programm finden Sie unter: www.bpb.de/protesttagung